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About Friedrich Karl Waechter


F. K. Waechter

About Friedrich Karl Waechter

Friedrich Karl Waechter, geboren 1937 in Danzig, heute Polen, arbeitete zunächst als Grafiker, dann für verschiedene satirische Zeitschriften und Zeitungen. 1966 publizierte er sein erstes eigenes Bändchen mit Zeichnungen und Cartoons. 1970 schaffte er den Durchbruch mit seinem berühmten ›Anti-Struwwelpeter‹. 1978 erschien ›Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein‹ – und alle gucken! 1998 sorgte ›Da bin ich‹, die phantastische Geschichte über eine couragierte Katze, die ihren Platz in der Welt sucht, für Furore. 1999 erhielt er den Deutschen Jugendliteraturpreis für ›Der rote Wolf‹. 2002 erschien der große Band ›Waechter‹, mit 589 Bildern aus 37 Jahren. F. K. Waechter starb 2005 in Frankfurt am Main.

»Ein Mann des leisen Lachens. Einer der größten deutschen Humoristen.« Thomas Bodmer / Tages-Anzeiger, Zürich

»Es hatte stets etwas Tröstliches, das kleine Paralleluniversum, das F. K. Waechter zeichnete. Eines, in dem ein Schwein guckt, wenn es soll, Gott über Kartentricks staunt, Eulen sich über schicke Norwegerpullis freuen und Hirsche über ›Witze auf Kosten von Hirschen‹ nicht wirklich lachen können. Absurd, liebenswert und voller subtiler Wahrheiten, stets gegen Dummheit und Autorität.« Frankfurter Rundschau

»Das Werk von F. K. Waechter ist in all den Jahrzehnten kaum gealtert. Nie hat es die Patina eines Klassikers angesetzt, nie blieb Waechter einer bestimmten Szene, einem historischen Augenblick verhaftet. Waechter steht für sich allein und berührt gerade darin jeden auf eine eigene Weise, jeder hat seinen eigenen Waechter.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Er konnte alles. Und er machte kein Aufhebens daraus. Er verschenkte seine Pointen, er verschenkte seine Bilder. Sein Verständnis von linker Politik war Engagement im besten Sinne: Man hilft sich, wo man kann. Er half überall. Wer ihn um das Nachdruckrecht für eine Zeichnung bat, bekam es, und zwar gratis, wenn die Sache es wert war. In seiner Gegenwart fiel man einander nicht in den Rücken, und wenn es doch geschah, mahnte er leise, aber deutlich. Er war nicht belehrend, er war nicht verbittert, er war nicht eitel. Deshalb war Friedrich Karl Waechter der größte Satiriker von allen.
Das war seine eigentliche Profession, doch sie beruhte auf mindestens drei Talenten: Er war ein grandioser Zeichner, er war ein famoser Dramatiker, er war ein brillanter Schriftsteller.
Waechters Werke zeichneten sich immer durch höchste Qualität aus – egal, an welches Publikum sie sich richteten. Das war sein Verständnis der Aufgabe von Kunst. Seine hohe, leise, bedächtige Stimme taugte nicht zum Dozieren, und dennoch war er einer der erfolgreichsten Lehrer, der ganze Generationen von Zeichnern und Karikaturisten in seinen Seminaren ausgebildet hat.
Siebenundsechzig Jahre wurde der 1937 in Danzig geborene Künstler alt. Was er in dieser Frist geschaffen hat, ist unfaßbar, doch da er nie in seiner Neugier nachließ, hätte man noch so viel mehr erwarten können.
Als die Nachricht seines Todes sich durch den Freundeskreis verbreitete, werden viele die alten und die neuen Bücher herausgezogen haben. Jeder mag es tun. Denn das Lachen über Waechters Witz wird ihm den schönsten Gruß in jenen Himmel nachsenden, wo man schon begierig auf seine neusten Finessen wartet, die wir nicht mehr sehen dürfen.« Andreas Platthaus / Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Noch jenseits des sechzigsten Altersjahrs hatte Friedrich Karl Waechter etwas Jünglingshaftes: Ein großgewachsener schlaksiger Mann mit langen blonden Wuschelhaaren und einem strahlenden Lachen. Die Boshaftigkeit und jugendgefährdende Subversivität mancher seiner Texte und Zeichnungen hat man hinter dieser liebenswürdigen Ausstrahlung nicht unbedingt vermutet, und doch paßt natürlich manches allzu gut zusammen.
So war eben F. K. Waechter: bissig und zärtlich zugleich. Politische Satire und purer Nonsens schlossen sich für F. K. Waechter nicht aus – er suchte die Synthese aus Nonkonformismus und zweckfreiem Humor und blieb der Idee der Subversion treu. Der Erfolg bei Jung und Alt gab ihm recht, sein Federstrich blieb frisch, sein Lachen ist ihm nicht vergangen.«
Martin Krumbholz / Neue Zürcher Zeitung

»Gäbe es den Nobelpreis für Grafik und Komik, F. K. Waechter hätte ihn verdient. Er, F. K. Waechter, ist der Größte.« F.W. Bernstein / Die Weltwoche, Zürich
»Seine Cartoons heben die Realität so sachte aus den Angeln, daß dabei statt knalliger Pointen oft schiere Philosophie entsteht: Oft kantig umrissen, altmeisterlich schraffiert, kurios collagiert oder mit perfektem Schattenwurf getuscht, immer rückt das Absurde überraschend nah.« Der Spiegel, Hamburg

»Ein Universalkünstler. F. K. Waechter nannte Wilhelm Busch und Saul Steinberg als seine großen Vorbilder. Wie diese war Waechter ein Bildschriftsteller. Waechter, der auch einer der wichtigsten Kinderbuch- und Kindertheaterautoren Deutschlands war, emanzipierte den Witz vom Zwanghaften, Zielbesessenen, Gründlichen des Herrenwitzes und erschloß ihm die Gefilde des Traums, der Poesie, der Wolken.« Peter Kümmel / Die Zeit, Hamburg

»Ein Mann, von dem ich glaube, er sollte ein wahrer Klassiker der Moderne genannt werden. Ein Mann, der derartig auf der Grenze zwischen buchstäblich fast unermeßlichen zeichnerischen und malerischen Möglichkeiten steht und der Möglichkeit, Texte zu schreiben, die tief bewegend sind, die etwas ganz Dämonisches bekommen können, die sehr zart sein können. Waechter ist nicht nur ein Texter und Autor für Kinder, sondern er ist ein tauglicher Autor für jedes Alter und für jeden, der - wie er selber einmal gesagt hat - fünf gewesen ist und 100 werden möchte. Ich glaube, daß man irgendwann zurückgucken wird und sehen wird, was für ein großer Solitär und eigenartiger Mann und was für eine einzigartige Begabung er gewesen ist.« Roger Willemsen / Literaturclub SF DRS, Zürich





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