Weltbekannt machten ihn die ›Mädchen von St. Trinian‹, jene Internatszöglinge, die derart lasterhaft waren, daß kein deutscher Verleger sich an die Bilder herantraute. Zum Glück, denn sonst gäbe es keinen Diogenes Verlag, der gegründet wurde, um das deutsche Publikum bekanntzumachen mit dem »Jonathan Swift der Feder«, wie Friedrich Dürrenmatt Ronald Searle nannte. Mit 15 verließ Searle die Schule, arbeitete als Bürobote, nahm abends Kunstunterricht und fing an zu zeichnen. Auch als Soldat im Zweiten Weltkrieg und als Gefangener der Japaner am River Kwai hörte er damit nicht auf, nicht einmal, als er vor dem Rummel um seine Person nach Frankreich floh. Wie er auf seine ›Mädchen‹ gekommen ist, weiß niemand. Fest steht nur, daß seine Kunstschule an den Pausenhof eines Mädchengymnasiums grenzte und er immer am Fenster saß.
»Die einzige Rechtfertigung, noch auf dieser Erde zu bleiben, ist für mich, den Tag mit einem Gefühl der Erregung zu beginnen und mich zu fragen, wohin meine Feder mich diesmal führen wird. Ich bin mir aber immer bewußt, daß man an der Eingangstür nicht nur mit Katalogen, Blumensträußen und Lorbeerkränzen handelt. Es fehlt auch nicht an faulen Eiern und überreifen Tomaten.« Ronald Searle
»Ein Jonathan Swift der Feder.« Friedrich Dürrenmatt
»Ronald Searle – das ist Karikatur pur, grafischer Witz in allen Spielarten. Dieser Esquire gibt seiner Linie wahrlich Freiheit, erlaubt ihr, sich einiges herauszunehmen. Die Saloppheit des Strichs verleiht Searles Protagonisten einen liebenswerten Charme.« Peter Winter / Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Einer der erfolgreichsten britischen Cartoonisten seiner Generation.« Die Welt, Berlin
»Der größte satirische Zeicher seit Daumier und Wilhelm Busch.« Frankfurter Rundschau
»Einer der überragendsten Zeichner des zwanzigsten Jahrhunderts.« Andreas Platthaus / Frankfurter Allgemeine Zeitung