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Über Loriot


Loriot

Über Loriot

Der Schüler Vicco v. Bülow sammelte erste Bühnenerfahrungen als Statist in Opern und Filmen. Dann spielte er als Soldat »eine Nebenrolle in einem scheußlichen Stück von 1942 bis 1945. Den Regisseur möchte ich nicht nennen.« Von 1947 bis 1949 studierte er Malerei und Graphik an der Hamburger Landeskunstschule und signierte erste Karikturen als ›Loriot‹ (französisch für Pirol) – Wappenvogel derer von Bülow. Seine humoristischen Arbeiten in ›Stern‹ und ›Quick‹ machten ihn berühmt, obwohl sich anfangs einige Abonnenten über die »blöden und abstoßenden Hundebilder« ereiferten. Diese Serie ergab dann 1954 Loriots erstes Buch im jungen Diogenes Verlag, der keine Leserbriefe bekommen konnte, weil er noch keine Leser hatte. Was sich grundlegend änderte: ›Auf den Hund gekommen‹ und weitere Bücher fanden Millionen Käufer. Ab 1967 stellte Loriot auf einem roten Biedermeiersofa in der Fernsehsendung »Cartoon« seine satirischen Sketche und Zeichentrickfilme vor. Die Herren Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner, Lottogewinner Erwin Linde- bzw. Lottemann, der Spaghetti-Sketch und viele andere wurden zu Fernsehklassikern, die auch im britischen Fernsehen gezeigt wurden. Loriot hat Opern inszeniert und ausgestattet, dirigierte die Berliner Philharmoniker, wirkte als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller in »Ödipussi« (1988) und »Pappa ante portas« (1991), zwei der erfolgreichsten deutschen Kinokomödien, und schrieb Texte zum »Carneval der Tiere«, »Peter und der Wolf« und dem »Ring des Nibelungen«. Der Kritiker Joachim Kaiser: »Sein Ruhm, seine phantastische Popularität sprechen nicht nur für ihn, sondern bedeuten eine tröstliche Rechtfertigung des vielgelästerten Publikumsgeschmacks.« Loriot ist Mitglied der Akademie der Schönen Künste und lebt als Preuße mit einer besonderen Beziehung zu Wagner und Möpsen am Starnberger See.

»In der Tat, Loriot will komisch sein. Und im Gegensatz zu vielen anderen, die das auch wollen, gelingt es ihm ein ums andere Mal mit dem größten Erfolg.« Patrick Süskind

»Der Meister aller Komik-Klassen.« Der Spiegel, Hamburg

»Loriot ist ein Solitär auf dem Rummelplatz deutscher Heiterkeit. Seine Komik resultiert aus seinem altmodischen Stehvermögen, seiner stillen Autorität zwischen lauter Marktschreiern.« Wolfram Knorr / Die Weltwoche Zürich

»Loriot ist der Größte. Wenn nicht der einzige.« Benjamin Henrichs / Die Zeit, Hamburg

»Loriot ist ein Jahrhundertereignis der zeichnerischen, schriftstellerischen, zugleich auch noch mimisch-theatralischen Präzision.« Joachim Kaiser / Focus, München

»Er ist Deutschlands erfolgreichster und nobelster Humorist. Sein Ruhm, seine phantastische Popularität sprechen nicht nur für ihn, sondern bedeuten eine tröstliche Rechtfertigung des vielgelästerten Publikumsgeschmacks.« Joachim Kaiser / Süddeutsche Zeitung, München





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